Symptome und Diagnostik
Die korrekte Diagnose der Ursache Ihrer Beschwerden ist der wichtigste Schritt im gesamten Behandlungsprozess. Unser Ansatz zur Diagnostik von saurem und nicht-saurem Reflux unterscheidet sich grundlegend von herkömmlichen Vorgehensweisen.
Unser Ziel ist es, die tatsächlichen Ursachen Ihrer Symptome zu identifizieren und Ihnen die Sicherheit zu geben, die Sie für fundierte Entscheidungen über Ihre weitere Behandlung benötigen. Wir hören uns Ihre Symptombeschreibung genau an und leiten daraus ab, welche Untersuchungen erforderlich sind, um die Ursache zu bestätigen und eine verlässliche Diagnose zu stellen.

Sodbrennen
Sodbrennen wird meist als Schmerz hinter dem Brustbein (Sternum) wahrgenommen. Manche Betroffene beschreiben ein stechendes Gefühl oder ein Engegefühl in der Brust, andere ein Brennen oder Verdauungsbeschwerden. Die Beschwerden halten häufig einige Minuten an, können aber auch deutlich länger bestehen.
Ist Sodbrennen durch eine gastroösophageale Refluxkrankheit (GERD) bedingt, treten die Symptome oft nachts, nach dem Essen oder beim Bücken verstärkt auf. Die Beschwerden können dabei bis in den Hals oder Nacken ausstrahlen. Antazida können Linderung verschaffen, wirken jedoch nicht in allen Fällen zuverlässig.

Regurgitation - Rückfluss von Mageninhalt
Regurgitation ist ein häufiges Symptom im Zusammenhang mit der gastroösophagealen Refluxkrankheit (GERD). Doch was bedeutet Regurgitation genau? Der Begriff beschreibt das Gefühl, dass Mageninhalt hinter dem Brustbein nach oben in den Hals oder Mund aufsteigt.
Einige Patientinnen und Patienten berichten dabei über Brennen oder Schmerzen, andere über das Gefühl, dass Flüssigkeit im Brustbereich auf- und absteigt, während manche lediglich ein schwer einzuordnendes, unangenehmes Empfinden wahrnehmen. Häufig ist der Rückfluss mit Magensäure verbunden, teilweise auch mit tatsächlichen Nahrungsbestandteilen im Hals oder Mund. Begleitend kann ein saurer oder bitterer Geschmack auftreten.

Schluckbeschwerden
Schluckbeschwerden, auch als Dysphagie bezeichnet, treten bei vielen Patientinnen und Patienten mit Refluxerkrankungen auf. Häufig wird das Gefühl beschrieben, dass Nahrung nach dem Essen im Brustbereich oder im Hals stecken bleibt.
Eine gastroösophageale Refluxkrankheit (GERD) kann zu Entzündungen der Speiseröhre (Ösophagitis) führen und zudem die normale Muskelbewegung der Speiseröhre beeinträchtigen, die für einen reibungslosen Schluckvorgang notwendig ist. In schweren Fällen kann Reflux Narbenbildungen und Verengungen der Speiseröhre verursachen (peptische Strikturen), die den Nahrungsdurchgang behindern.

Symptome des laryngopharyngealen Refluxes (LPR)
Der laryngopharyngeale Reflux (LPR) beschreibt eine Reihe von Hals- und Rachensymptomen, die durch eine gastroösophageale Refluxkrankheit (GERD) verursacht werden können. Viele Betroffene gehen davon aus, keinen Reflux zu haben, wenn kein typisches Sodbrennen auftritt. Tatsächlich leiden jedoch mindestens ebenso viele Menschen unter LPR-Symptomen wie unter den klassischen Beschwerden wie Sodbrennen oder Regurgitation.
Obwohl Hals- und Speiseröhrensymptome gemeinsam auftreten können, berichten viele Patientinnen und Patienten ausschließlich über Beschwerden im Halsbereich. Teilweise besteht nur ein einzelnes Symptom, etwa eine Schwäche oder Veränderung der Stimme (Dysphonie).
